Wer muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen?

Jedes Unternehmen mit Videoüberwachungen muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen, denn Videoüberwachungen stellen einen besonders intensiven Zugriff auf personenbezogene Daten dar und unterliegen der sogenannten Vorabkontrolle durch einen Datenschutzbeauftragten.

Jedes Unternehmen, in dem mindestens 10 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind, muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Zu diesen „zehn Personen“ zählen Beschäftigte mit Computer-Arbeitsplatz, aber z.B. auch Beschäftigte mit Firmen-Smartphones, wenn diese auch für Email-Nachrichten oder SMS mit personenbezogenen Daten genutzt werden. Personenbezogene Daten sind z.B. Namen, Adressen, Telefonnummern oder Bankdaten.

Darüber hinaus besteht auch für bestimmte andere Unternehmen die Verpflichtung zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, siehe § 4 f BDSG.

Wird ein Datenschutzbeauftragter nicht innerhalb eines Monats ab Betriebsbeginn bestellt, ist das eine Ordnungswidrigkeit, die Geldbuße beträgt bis zu 50.000 Euro.

Bestellt werden kann entweder ein „interner“ oder ein „externer“ betrieblicher Datenschutzbeauftragter.